Gelenkersatz
Bei starker Arthrose im Knie, in der Hüfte oder Schulter sowie nach Unfällen kann der Einsatz eines künstlichen Gelenks notwendig werden. Nach dem Krankenhausaufenthalt schließt sich in der Regel eine Reha-Behandlung an. Anschließend begleitet die Physiotherapiepraxis PhysioVib den weiteren Heilungsprozess und unterstützt Sie dabei, Beweglichkeit, Kraft und Sicherheit im Alltag schrittweise zurückzugewinnen.
Der Einfluss von Physiotherapie
Physiotherapie unterstützt nach einem Gelenkersatz die Heilung und hilft dabei, die Beweglichkeit schrittweise zurückzugewinnen. Durch gezielte Übungen können Schwellungen reduziert, die Narbe mobilisiert und die Belastbarkeit aufgebaut werden. Gleichzeitig wird die gelenkumgreifende Muskulatur gekräftigt. Auch alte Schonhaltungen, die durch die Arthrose entstanden sind, lassen sich korrigieren, sodass wieder ein sicherer und möglichst natürlicher Bewegungsablauf entsteht.
Wann sollten Beschwerden (erneut) ärztlich abgeklärt werden?
Nach einem Gelenkersatz sind leichte Schmerzen, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit zunächst normal. Bei bestimmten Beschwerden sollten Sie jedoch unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dazu gehören:
- starke oder plötzlich zunehmende Schmerzen, die trotz Schmerzmitteln nicht nachlassen
- eine deutlich gerötete, überwärmte oder stark angeschwollene Operationsstelle
- Fieber, Schüttelfrost oder eitriger beziehungsweise übel riechender Wundausfluss
- eine sich öffnende Wunde oder anhaltende, starke Blutungen
- plötzlich auftretende Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen oder blutiger Husten
- eine einseitig stark geschwollene, gerötete und schmerzhafte Wade
- Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, auffällige Kälte oder Verfärbungen der betroffenen Extremität
- ein Gefühl, dass das Gelenk verrutscht oder ausgerenkt ist, insbesondere nach einem Sturz
Sinnvolle Behandlungen der Physiotherapie
Ein typischer Behandlungsablauf
In der ersten Behandlung werden zunächst der Befund erhoben und die individuellen Behandlungsziele festgelegt. Im Vordergrund steht in den ersten Therapieeinheiten die Linderung der akuten Beschwerden. Anschließend wird die Belastbarkeit schrittweise gesteigert, bis eine sichere Rückkehr zu den gewünschten Aktivitäten möglich ist. Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen dabei, den Behandlungsplan an die aktuelle Entwicklung anzupassen.
3 Vorschläge zur Selbsthilfe
Patientenfragen transparent beantwortet
Wann Physiotherapie sinnvoll ist und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten erfahren Sie hier.
Viele Patientinnen und Patienten bemerken außerdem Unsicherheiten beim Gehen, eine veränderte Körperhaltung oder Schwierigkeiten beim Treppensteigen und Aufstehen. Nach einem Hüft- oder Kniegelenkersatz kann sich das Gangbild vorübergehend verändern.
Wie lange die Rehabilitation dauert, hängt unter anderem vom betroffenen Gelenk, dem allgemeinen Gesundheitszustand und der körperlichen Belastbarkeit ab. Eine früh beginnende Physiotherapie unterstützt dabei, die Beweglichkeit und Kraft schrittweise wieder aufzubauen. Viele Patientinnen und Patienten können bereits kurz nach der Operation erste Schritte machen und ihren Alltag innerhalb weniger Wochen zunehmend selbstständig bewältigen. Eine vollständige Genesung kann jedoch mehrere Monate dauern.
Am häufigsten werden das Hüft- und das Kniegelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Auch am Schultergelenk kommen Prothesen regelmäßig zum Einsatz. Seltener betrifft ein Gelenkersatz das Sprung-, Ellenbogen- oder Fingergelenk. Welche Prothese geeignet ist, hängt unter anderem vom betroffenen Gelenk, dem Ausmaß der Schädigung und den individuellen Anforderungen der betroffenen Person ab.









