Ihre nachhaltige Physiotherapie in Vilsbiburg

Therapeutische Hilfe mit Krankengymnastik bei Parkinson

Morbus Parkinson: Wie Physiotherapie Beweglichkeit, Gleichgewicht und Selbstständigkeit erhält und das Sturzrisiko senkt.

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Aktuelle Wartezeit im Schnitt 3 Tage.

Ein älterer Mann mit Parkinson betritt den Behandlungsraum seiner Praxis für Physiotherapie, um eine neurologische Krankengymnastik zu bekommen

Parkinson

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, bei der vor allem dopaminbildende Nervenzellen im Gehirn geschädigt werden. Typisch ist die sogenannte Parkinson-Trias aus Bewegungsarmut (Bradykinese bzw. Akinese), Muskelsteifigkeit (Rigor) und dem charakteristischen Ruhetremor. Im weiteren Verlauf können zusätzlich Gleichgewichtsstörungen, eine gebeugte Körperhaltung und Schwierigkeiten beim Gehen auftreten. (Mehr bei DocCheck)

Der Einfluss von Physiotherapie

Physiotherapie kann den Verlauf von Morbus Parkinson positiv beeinflussen. Sie heilt die Erkrankung zwar nicht, hilft aber, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Koordination möglichst lange zu erhalten. Dadurch werden Selbstständigkeit und der Umgang mit alltäglichen Einschränkungen gefördert.

Im Mittelpunkt stehen Übungen für Gangbild, Körperhaltung und Bewegungsamplitude sowie das Aufstehen, Drehen im Bett, Treppensteigen und sichere Gehen. Akustische oder optische Reize können helfen, Bewegungsblockaden und Gangunsicherheiten zu überwinden.

Regelmäßige Therapie beugt zudem Muskelverkürzungen, Schmerzen und Fehlhaltungen vor, schult Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht und senkt so das Sturzrisiko. Besonders sinnvoll ist ein früher, kontinuierlicher und individuell angepasster Beginn. Ein ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt auch die Lebenssituation und persönlichen Ziele. Ein Übungsprogramm für zu Hause unterstützt die Behandlung und erhält Fortschritte langfristig.

Wann sollten Beschwerden (erneut) ärztlich abgeklärt werden?

Beschwerden im Zusammenhang mit Morbus Parkinson sollten immer dann ärztlich abgeklärt werden, wenn sie neu auftreten, sich deutlich verstärken oder den Alltag zunehmend beeinträchtigen. Dazu gehören beispielsweise eine auffällige Zunahme von Bewegungsarmut, Zittern oder Muskelsteifigkeit, häufige Stürze, ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen sowie Schwierigkeiten beim Gehen oder Aufstehen.

Auch Schluck- und Sprechstörungen, wiederholtes Verschlucken, ungewollter Gewichtsverlust, starke Schmerzen oder eine zunehmende Einschränkung der Selbstständigkeit sollten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden. Gleiches gilt bei ausgeprägter Müdigkeit, Schlafproblemen, Schwindel, Verstopfung, Blasenbeschwerden oder psychischen Veränderungen wie Depressionen, Ängsten, Halluzinationen oder einer deutlichen Antriebsminderung.

Sinnvolle Behandlungen der Physiotherapie

Die Therapeutin unterstützt einen Patienten beim Gehen nach einem Schlaganfall

Neurologische Krankengymnastik

Bei Parkinson die Nummer 1 der Behandlungsoptionen. Wir arbeiten mit speziellen Verfahren der neurologischen Krankengymnastik: Bobath und PNF

Krankengymnastik zur Verbesserung der Beweglichkeit bei Parkinson

Krankengymnastik

Mit einer Krankengymnastik kann die Beweglichkeit wieder hergesellt und Schmerzen verringert werden. Muskelkräftigende Übungen stabilisieren die Wirbelsäule.

Grafik zum osteopathischen Behandlungsangebot der Physiotherapiepraxis

Manuelle Therapie

Bei strukturellen Beschwerden kann die Manuelle Therapie mit ihren speziellen Gelenktechniken helfen die Bewegungsfähigkeit im Gelenk wiederherzustellen.

Eine Patienten liegt auf dem Bauch auf einer Therapieliege in einer Praxis für Physiotherapie in Vilsbiburg und erhält eine therapeutische / medizinische Massage von ihrem Therapeuten für Krankengymnastik

Klassische Massage

Die Massagetherapie hilft bei der Schmerzlinderung und der Entspannung der Muskulatur. Sie kann als ergänzende Maßnahme bei Haltungsbeschwerden durch die eingeschränkte Rumpfstabilität bei Parkinson sinnvoll sein.

Heißlufttherapie in der physiotherapeutischen Behandlung

Wärmetherapie mit Heißluft

So wie die Massagetherapie selbst ist sie bei diesem Krankheitsbild nur als ergänzende Maßnahme bei einer Massage sinnvoll.

Ein typischer Behandlungsablauf

In der ersten Behandlung werden zunächst der Befund erhoben und die individuellen Behandlungsziele festgelegt. Im Vordergrund steht in den ersten Therapieeinheiten die Linderung der akuten Beschwerden. Anschließend wird die Belastbarkeit schrittweise gesteigert, bis eine sichere Rückkehr zu den gewünschten Aktivitäten möglich ist. Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen dabei, den Behandlungsplan an die aktuelle Entwicklung anzupassen.

3 Vorschläge zur Selbsthilfe

A physical therapist assists a man practicing balance and stability exercises on a foam cushion beside a wall-mounted therapy ladder in a bright rehabilitation room.

Gleichgewicht trainieren

Schaffen Sie sich eine sichere Umgebung zum üben: Eine Möglichkeit zum Festhalten und ein Stuhl zum Hinsetzen. Stellen Sie sich anschließend auf ein Kissen oder einen anderen wackeligen Gegenstand. Verlagern Sie ihr Gewicht langsam zu beiden Seiten oder nach vorne und hinten.

An active older couple enjoys a sunny walk along a tree-lined park path using Nordic walking poles, surrounded by flowers, greenery, benches, and warm golden light.

Große Schritte

Allgemeine Aktivität ist auch bei Parkinson von zentraler bedeutung. Achten Sie darauf große Schritte zu machen, wenn Sie spazieren gehen. Erinnern Sie sich immer wieder aktiv selbst daran.

Physiofit-Gerät zur Unterstützung der physiotherapeutischen Parkinson-Behandlung

Heimübungen

Mit Übungen auf der PhysioFit-App bleiben Sie zu Hause aktiv. Ihr Therapeut stellt ein passendes Übungsprogramm für Sie bereit, das optimal zu Ihnen passt.

Patientenfragen transparent beantwortet

Physiotherapie kann Parkinson weder heilen noch vollständig aufhalten, aber Sie können mit deutlich weniger Einschränkungen im Alltag und einem langsameren Voranschreiten der Erkrankung rechnen.

Wann Physiotherapie sinnvoll ist und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten erfahren Sie hier.
Ja. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt ein passendes Rezept ausstellen. Eine Liste aller Kassen, mit denen wir abrechnen, finden Sie in den FAQ. Wenn Sie noch unsicher sind, ob das Rezept im PhysioVib angenommen werden kann, lesen Sie die allgemeinen Informationen zu Rezepten.
Die individuellen Beschwerden unterscheiden sich so stark, dass wir hierzu keine klare Empfehlung geben können. Allgemein ist es jedoch sehr oft für die Heilung günstig, wenn Sie im beschwerdefreien Bereich aktiv bleiben und sich moderat bewegen. Nehmen Sie im Zweifelsfall Kontakt zu Ihrem Therapeuten oder Arzt auf.
Die typische Trias bei Parkinson besteht aus Bradykinese bzw. Akinese (verlangsamte oder fehlende Bewegungen), Rigor (Muskelsteifigkeit) und Tremor (Zittern, meist in Ruhe). Diese Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und die Beweglichkeit, das Gleichgewicht sowie die Selbstständigkeit im Alltag beeinträchtigen.

Weitere typische Beschwerden können sein:

– Gleichgewichts- und Gangstörungen
– kleinschrittiger Gang und vermindertes Mitschwingen der Arme
– gebeugte Körperhaltung
– Starthemmung und „Freezing“ beim Gehen
– leise, monotone Sprache
– eingeschränkte Mimik
– Schluck- und Sprechstörungen
– Riechstörungen
– Schlafstörungen und Müdigkeit
– Verstopfung und weitere vegetative Beschwerden
– depressive Verstimmungen oder Angstzustände
– Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
In seltenen Fällen bestehen zunächst nur sehr milde oder unspezifische Beschwerden. Ein fehlendes Zittern schließt Parkinson daher nicht aus. Gleichzeitig bedeuten einzelne dieser Symptome nicht automatisch, dass eine Parkinson-Erkrankung vorliegt. Die Diagnose stellt eine Neurologin oder ein Neurologe anhand der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und gegebenenfalls weiterer Untersuchungen.

Eine frühzeitige Abklärung ist sinnvoll, wenn Bewegungen zunehmend langsamer werden, die Muskulatur sich häufig steif anfühlt oder sich Gangbild und Gleichgewicht verändern. Krankengymnastik kann unabhängig vom Beschwerdebild dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Sicherheit im Alltag zu erhalten.
Bei Parkinson gehen im Gehirn nach und nach Nervenzellen in der sogenannten schwarzen Substanz (Substantia nigra) zugrunde. Diese Zellen bilden den Botenstoff Dopamin, der für die Steuerung und Koordination von Bewegungen eine wichtige Rolle spielt. Durch den Dopaminmangel gerät das Zusammenspiel verschiedener Bereiche in den Basalganglien aus dem Gleichgewicht.